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Wie das Internet funktioniert

Das Internet für zu Hause

Viele Menschen haben heute ganz verschiedene Geräte, um das Internet zu nutzen. Die mobile Nutzung über Tablets und Smartphones wird dabei zunehmend selbstverständlich, der heimische PC auf dem Schreibtisch spielt aber immer noch eine große Rolle. Um mit Ihrem PC von zu Hause aus online zu gehen, benötigen Sie einen Internetdienstanbieter, den man Provider nennt. Dieser schließt Ihren PC ans Internet an und ist Ihr Telefon- oder Kabelanschlussanbieter. Der zur Verfügung gestellte Anschluss wird mit einem Router verbunden. Der Router stellt die Schnittstelle zwischen Internet und PC dar und übermittelt die Daten.

Die Verbindung zwischen dem Router und dem PC kann mithilfe eines LAN-Kabels, eines speziellen Kabels für das Übertragen von Daten in Netzwerken, oder kabellos über WLAN (Wireless Local Area Network), also über Funksignale, hergestellt werden. So fungiert der Router als Herzstück der digitalen Vernetzung zu Hause und verbindet in den meisten Fällen nicht nur den PC, sondern auch alle weiteren internetfähigen Geräte sowohl untereinander als auch mit dem Internet.

Sie können die Einstellungen Ihres Routers ändern, zum Beispiel das Passwort des WLANs. Die Anleitung dazu finden Sie in der Gebrauchsanweisung Ihres Geräts.

Ein so zentrales Gerät wie Ihr Router braucht natürlich auch einen umfassenden Schutz – beispielsweise durch ein Passwort und eine Verschlüsselung (Sichere Interneteinstellungen für zu Hause).

Darüber hinaus zählen die Firewall und ein Virenschutzprogramm zum Basisschutz für Ihre Geräte zu Hause. Eine Firewall schützt den PC oder das Netzwerk vor Zugriffen von außen. Dabei überwacht sie den laufenden Datenverkehr und beschränkt beziehungsweise unterbindet unerlaubte Zugriffe. So können Sie zum Beispiel in einer Firewall einstellen, dass ein bestimmtes Programm auf Ihrem PC nicht mit dem Internet verbunden werden darf. Ein Virenschutzprogramm durchsucht Ihren PC nach Schadprogrammen. Diese können zum Beispiel vertrauliche Daten an Unbefugte übermitteln. Der Einsatz beider Schutzmaßnahmen ist absolut empfehlenswert. Achten Sie dabei immer darauf, das Virenschutzprogramm und die Firewall aktuell zu halten (Schutzprogramme nutzen und Software aktuell halten).

Übung

Lernziel: Richten Sie sichere Grundeinstellungen für das Internet zu Hause ein.

Für die Einzelarbeit:

  • Recherchieren Sie im Internet nach Virenschutzprogrammen und Testergebnissen zu diesen. Nutzen Sie dafür Suchmaschinen (Im Netz surfen). Welches Virenschutzprogramm bietet nach Ihrer Recherche den besten Schutz?
  • Schauen Sie im Handbuch bzw. in der Gebrauchsanweisung Ihres Routers nach, wie das WLAN-Passwort geändert wird und wie ein WLAN-Zugang für Gäste eingerichtet werden kann. Fragen Sie die Schulleitung bzw. ein Familienmitglied oder einen Bekannten, ob man Ihnen zeigen kann, wie das funktioniert. Alternativ können Sie auch professionelle Dienstleister beauftragen, die Sie bei der Einrichtung Ihres Routers zu unterstützen. Ggf. bietet auch Ihr Internetanbieter einen solchen Service an. (Sichere Interneteinstellungen für zu Hause).
  • Tipp: Lassen Sie sich von einem Familienmitglied oder Bekannten erläutern, welche weiteren Änderungen an einem Router vorgenommen werden können, z.B. wie der WLAN Kanal geändert wird.

Für Schulungsgruppen:

  • Finden Sie sich in einer Kleingruppe zusammen. Stellen Sie sich vor, Sie lebten in einer Wohngemeinschaft. Sie möchten, dass Ihr WG-PC durch ein Antivirenprogramm geschützt ist. Welche Möglichkeiten haben Sie? Was sind für Sie Entscheidungskriterien? Welche Vor- und Nachteile könnten bestimmte Programme haben?
  • Vergleichen Sie die Ergebnisse der Kleingruppen in der großen Runde.

Das Internet für unterwegs

Auch unterwegs können Sie mit Ihren Geräten online gehen. Viele der heute üblichen Geräte wie Smartphones und Tablets sind nahezu ununterbrochen im Internet. Haben Sie einen entsprechenden Vertrag von Ihrem Internetanbieter, können Sie per Mobilfunk surfen. Dazu müssen Sie in den Einstellungen Ihres Smartphones oder Tablets den Menüpunkt „Mobile Daten“ aktivieren.

Wenn Sie das Internet unterwegs nutzen möchten, brauchen Sie keinen Router, sondern die Möglichkeit des Empfangs eines Funknetzes der Mobiltelefonie. Der Empfang von Daten kann vom Provider pro Monat hinsichtlich des Umfangs (gemessen in Gigabyte oder Megabyte) begrenzt werden. Informieren Sie sich diesbezüglich am besten bei Ihrem Mobilfunkanbieter.

Die Möglichkeit, die mobile Datenverbindung zu nutzen, haben Sie bei PCs und Notebooks oft nicht direkt. Viele Mobilfunkanbieter bieten jedoch einen Surfstick an. Dieser erinnert optisch an einen herkömmlichen USB-Stick und stellt eine mobile Datenverbindung her.

Stehen Ihnen die mobilen Datenverbindungen nicht zur Verfügung, können Sie auf öffentliche WLAN-Netze zugreifen. Dieses Angebot ist häufig in Cafés, Hotels, Einkaufszentren, aber auch im Nah- und Fernverkehr verfügbar. Die Verbindung können Sie ebenfalls über die Einstellungen Ihres Mobilgerätes herstellen. In den meisten Fällen brauchen Sie dafür ein Passwort. Da die Datenübertragung jedoch oft unverschlüsselt geschieht, besteht ein erhöhtes Risiko, dass Unbefugte auf Ihr Gerät und damit auf Ihre Daten zugreifen können. Rufen Sie deswegen keine vertraulichen Daten über ein fremdes WLAN-Netz ab, ohne zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen.

Außerdem sollten Sie bedenken, dass eine Drahtlosschnittstelle wie das WLAN ein Einfallstor für Cyberkriminelle sein kann. Darum sollten Sie diese Schnittstellen am mobilen Gerät deaktivieren, wenn sie nicht benötigt werden. So können sich Laptop, Tablet, Smartphone und Co. nicht unbemerkt in ungeschützte Netzwerke einwählen (è K1-2 Sichere Interneteinstellungen für unterwegs).

Linktipps:

  • Mein Tablet und ich
    Herausgeber: Stiftung digitale Chancen
    Beschreibung: Diese Broschüre gibt eine anschauliche Einführung in den Umgang mit dem Tablet

Übung

Lernziel: Üben und reflektieren Sie den Umgang mit öffentlichem WLAN.

Für die Einzelarbeit:

  • In welchen Situationen nutzen Sie unterwegs das Internet? Wofür nutzen Sie Ihr mobiles Datenvolumen? Wenn Sie das Internet bisher nicht mobil nutzen: In welchen Situationen haben Sie unterwegs die Möglichkeit vermisst, das Internet zu nutzen?
  • Prüfen Sie gemeinsam mit einem Familienmitglied oder Bekannten an verschiedenen Standorten, wie viele und welche WLAN-Netze dort jeweils existieren. Gehen Sie dazu in die entsprechenden Einstellungen Ihres Geräts. Sind diese meist passwortgeschützt oder nicht? Beachten Sie: Wählen Sie sich nicht in ein ungeschütztes WLAN-Netz ein.
  • Was wissen Sie über die Schutzmaßnahmen der Betreiber, zum Beispiel von Hotels, Cafés oder Einkaufszentren? Recherchieren Sie im Internet dazu oder führen Sie direkt Interviews.
  • Recherchieren Sie den Artikel „22.000 Menschen willigen ein, Klos zu putzen“ („Süddeutsche Zeitung“, 17. Juli 2017). Dieser schildert, wie Festivalbesucher/-innen den fragwürdigen Bedingungen eines WLAN-Betreibers zustimmten. Wie ist Ihr eigener Umgang mit AGB und Datenschutzerklärungen?

Tipp: Einige Provider bieten an verschiedenen Standorten kostenpflichtige WLAN-Zugänge (Hotspots) an. Prüfen Sie, ob es einen solchen Zugang bei Ihnen in der Nähe gibt. Was können Sie über seine Sicherheit aussagen? Beachten Sie: Die Nutzung dieser Hotspots kann Kosten verursachen.

Für Schulungsgruppen:

  • Stellen Sie die oben genannten Fragen in Ihrer Schulungsgruppe. Welche unterschiedlichen Einsatzzwecke für die Nutzung des Internets unterwegs lassen sich festhalten? Erstellen Sie gemeinsam eine Liste.
  • Machen Sie in Kleingruppen eine Exkursion in Ihrer Umgebung. Prüfen Sie mit denen Ihnen zur Verfügung stehenden Geräten (Smartphones oder Laptops) gemeinsam an verschiedenen Standorten (zum Beispiel Einkaufsstraßen oder -zentren, Restaurants, Hotels) die Möglichkeit, WLAN-Netze zu nutzen. Wie viele WLAN-Netze kommen dabei zusammen? Wie viele davon sind passwortgeschützt, wie viele nicht?